Treffende Worte

Letztens saß ich mit einem Freund zusammen, den ich mit meinen Worten traf. Ich weiß bis heute nicht genau wohin und ob es letztlich gut, oder doch eher beängstigend für ihn war. Aber er erzählte mir eine Geschichte aus seinem Leben und mit allem, was ich über ihn wusste, war die Sachlage für mich klar. Das war nicht irgendeine Geschichte, es war eine Geschichte über Liebe. Und deshalb sagte ich ihm auch, was ich dachte. Ich sagte ihm das, was viele Menschen fühlen, aber nur wirklich wenige verstehen: Er habe Angst vor der Liebe.

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Am Anfang war das Nichts

Eigentlich wollte ich heute darüber schreiben, wie leicht das Leben sein kann, wenn man seinem Herzen folgt. Wie sich die Dinge einfach so ergeben, wenn man genau das tut, was einem persönlich entspricht. Weil ich wirklich davon überzeugt bin, dass es so ist. Weil sich auch bei mir immer alles gefügt hat, wenn ich bedingungslos auf mein Herz gehört und daran geglaubt habe.

Nur: Was ist, wenn ich nicht weiß, was mein Herz will?

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Die Ego-Falle

Letzte Woche saß ich inmitten fünf Mitte fünfzigjähriger Isländerinnen und lernte für mein Leben, dass das Leben im hohen Norden wiederum vor allem eines hervorbringt: Frohnaturen. Ich wusste vorher schon, dass Island zu den glücklichsten Ländern der Welt zählt, aber irgendwie konnte ich das nie so richtig glauben. Ich war noch nie dort und es muss da wirklich schön sein, keine Frage. Aber diese Dunkelheit? Diese Kälte? Diese Einöde? Kann das auf Dauer so glücklich machen? Es kann, ganz offensichtlich, und zwar nicht nur so ein bisschen. Diese fünf Frauen kamen wie Göttinnen daher, in ihren schicken langen Kleidern, topgestylt und mit dem schönsten Accessoire, das es gibt: glücklich sein.

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Der Mensch ist das Ziel

Als ich frisch getrennt war und der Liebeskummer zu groß, um ihn auszuhalten, genoss ich zumindest einen Vorteil: Ich war absolut angstfrei. Gefühlt hatte ich alles verloren, was es zu verlieren gab und damit schlussfolgernd nichts, wovor ich noch Angst haben brauchte. Glücklicherweise war ich nie lebensmüde, deshalb konnte ich diese gewonnene Freiheit sinnvoll kanalisieren. Und das tat ich auch. Ich sah mich auf meinem Spielfeld um und blickte all den Gegnern in die Augen, die sich über die Jahre angestaut hatten, trat ihnen furchtlos entgegen – und besiegte sie alle. Ich war auf einmal wahnsinnig erfolgreich. Ich fand das nur gerecht – ich nahm es als Trostpflaster dankbar entgegen und klebte es auf mein kaputtes Herz.

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