Ein Abschiedsbrief

Lieber P.,

deine größte Angst war immer, nichts zu hinterlassen, wenn du gehst. Du wolltest etwas bewirken, du wolltest, dass die Menschen sich an dich erinnern, wenn du irgendwann nicht mehr da bist. Du wolltest der Welt etwas bedeuten. Ich hab das nie so recht verstanden, denn alles, woran mir lag, war dir etwas zu bedeuten. Heute weiß ich, dass wir immer nach dem Gleichen gestrebt haben. Wir haben nur in unterschiedlichen Welten gelebt. Und jetzt bist du gegangen und ich verstehe endlich, wovor du dich immer so gefürchtet hast. Denn nichts kann diese Leere füllen, die entsteht, wenn man der Welt nichts bedeutet, von der man es sich am meisten wünscht.

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Kein Ende in Sicht

Wenn etwas zu Ende geht, kann das ganz schön beklemmend sein. Es kann Angst einjagen, oder traurig machen, beunruhigen und Unwohlsein erzeugen. Und dabei ist es völlig egal, ob man sich schon lange darauf vorbereitet, oder plötzlich davon überrascht wird. Denn auch wenn man sich das Ende wünscht: Es wird zukünftig nicht mehr so sein wie bisher. Das Unbekannte liegt blank vor einem – und nicht immer kann man mit wehenden Fahnen ins Ungewisse ziehen.

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