Treffende Worte

Letztens saß ich mit einem Freund zusammen, den ich mit meinen Worten traf. Ich weiß bis heute nicht genau wohin und ob es letztlich gut, oder doch eher beängstigend für ihn war. Aber er erzählte mir eine Geschichte aus seinem Leben und mit allem, was ich über ihn wusste, war die Sachlage für mich klar. Das war nicht irgendeine Geschichte, es war eine Geschichte über Liebe. Und deshalb sagte ich ihm auch, was ich dachte. Ich sagte ihm das, was viele Menschen fühlen, aber nur wirklich wenige verstehen: Er habe Angst vor der Liebe.

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Kein Ende in Sicht

Wenn etwas zu Ende geht, kann das ganz schön beklemmend sein. Es kann Angst einjagen, oder traurig machen, beunruhigen und Unwohlsein erzeugen. Und dabei ist es völlig egal, ob man sich schon lange darauf vorbereitet, oder plötzlich davon überrascht wird. Denn auch wenn man sich das Ende wünscht: Es wird zukünftig nicht mehr so sein wie bisher. Das Unbekannte liegt blank vor einem – und nicht immer kann man mit wehenden Fahnen ins Ungewisse ziehen.

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Monster

Jeden Abend stehe ich vor meinem Endgegner: meinem Bett. Was ich tagsüber liebe, wird abends zu einem Ort, den ich besonders fürchte. Wenn ich daran denke, schlafen zu gehen, kriege ich Angst. Ich tue es trotzdem, denn ich bin müde und ich brauche Erholung, aber niemals gehe ich ohne Angst ins Bett. Ich traue mich oft nicht, mein Bett anzuschauen, weil ich glaube, dass ich die Angst vermeiden kann, wenn ich ihr nicht in die Augen schaue. Es ist, als würde ein Sensemann in meinem Bett liegen, der mich zu sich ruft. Der steht jedoch nicht für den Tod, sondern für die Angst, dafür aber mit der gleichen Unausweichlichkeit; ich kann ihr nicht entkommen. Ein ziemlich düsteres Bild, ich weiß. Aber so fühlt es sich nun mal an.

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