1 year in Neverland

One year ago, I asked you to watch my bag not knowing that you would watch my bag every day from that day on. I remember walking to the bathroom, looking back at you and wondering why you were the first guy from Saudi-Arabia that I saw in Bali.

“Thank you“, I said when I came back, unconscious about the fact, that, with slowly sitting down into that big, soft, grey-brown beanbag right next to you, I pushed down the record-button for my own Eat, pray, love-movie.

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Realityshow

Ich bin gerade auf Bali. Genaugenommen in Canggu, wo das Leben die surfende Welle sein kann, die die Insel in unseren Erwartungen verspricht: viel Sonne, Strand, gute Cafés und einladende Balinesen, die nicht zu Unrecht für ihr Lächeln bekannt sind. Canggu ist mittlerweile aber nicht mehr nur der Inbegriff des puren, heilenden Lebens, sondern wurde mit einer Schicht Oberflächlichkeit überzogen, die all die Influencer dieser Welt peut à peut nach Bali importiert haben, weswegen nun das genaue Gegenteil erzeugt wird: Isolation an einem Ort, an dem es hauptsächlich um Verbindungen geht.

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#1: Gefühlskarussell

Kann man innerhalb eines Lebens mehrere Leben leben?

Ich war im Frühjahr für drei Wochen auf Bali und es klingt wie ein Klischee, aber diese Zeit teilte mein Leben in ein Davor und Danach. Aber es gab auch ein ganz eindeutiges, eigenes Währenddessen, das in einer Zwischenwelt stattfand. Als ich auf Bali war, habe ich die dunkelsten Abgründe gesehen, alte Dämonen begrüßt und gleichzeitig so viele 10er erlebt, die mich daran zweifeln lassen, ob das, was ich zuvor als 10 wahrgenommen habe, überhaupt eine 10 wert war. Ich habe geweint, gelitten und doppelt so viel geliebt. Ich habe gelernt, dass Frieden die Farbe Gold hat. Und, dass er in der emporsteigenden Asche des Vulkans Gunung Agung zu finden ist. Ich habe als nicht-religiöser Mensch endlich verstanden, was es heißt, etwas Göttliches zu sehen.

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