Der Mensch ist das Ziel

Als ich frisch getrennt war und der Liebeskummer zu groß, um ihn auszuhalten, genoss ich zumindest einen Vorteil: Ich war absolut angstfrei. Gefühlt hatte ich alles verloren, was es zu verlieren gab und damit schlussfolgernd nichts, wovor ich noch Angst haben brauchte. Glücklicherweise war ich nie lebensmüde, deshalb konnte ich diese gewonnene Freiheit sinnvoll kanalisieren. Und das tat ich auch. Ich sah mich auf meinem Spielfeld um und blickte all den Gegnern in die Augen, die sich über die Jahre angestaut hatten, trat ihnen furchtlos entgegen – und besiegte sie alle. Ich war auf einmal wahnsinnig erfolgreich. Ich fand das nur gerecht – ich nahm es als Trostpflaster dankbar entgegen und klebte es auf mein kaputtes Herz.

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