Ein Abschiedsbrief

Lieber P.,

deine größte Angst war immer, nichts zu hinterlassen, wenn du gehst. Du wolltest etwas bewirken, du wolltest, dass die Menschen sich an dich erinnern, wenn du irgendwann nicht mehr da bist. Du wolltest der Welt etwas bedeuten. Ich hab das nie so recht verstanden, denn alles, woran mir lag, war dir etwas zu bedeuten. Heute weiß ich, dass wir immer nach dem Gleichen gestrebt haben. Wir haben nur in unterschiedlichen Welten gelebt. Und jetzt bist du gegangen und ich verstehe endlich, wovor du dich immer so gefürchtet hast. Denn nichts kann diese Leere füllen, die entsteht, wenn man der Welt nichts bedeutet, von der man es sich am meisten wünscht.

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